Merkblätter für zukünftige Tierhalter

Hier können Sie sich gern die jeweils passenden Infomationen für die Hunderasse holen, für die Sie sich interessieren.

Sollten Sie sich für eine Hunderasse interessieren, die zu den sogenannten Listenhunden gehört, empfehlen wir, Informationen bei Ihrer jeweiligen Gemeinde, dem Landkreis... einzuholen, welche Auflagen für die Haltung bestehen.

 

Jedes Bundesland hat andere Listenhunde (s.u.), Niedersachsen hat seit Jahren keine Listenhunde mehr, Berlin verkürzte die Liste auf 4 Hunderassen und in Schleswig Holstein wurde die Liste in 2016 abgeschafft.

 

 

Hier eine Auflistung der jeweiligen Listenhunde 

(Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier und Bullterrier dürfen garnicht nach Deutschland eingeführt werden)

und Bundesländer, wobei wir keine Garantie auf Vollständigkeit übernehmen!

 

  • Alano (Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen)

  • American Bulldog(Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen)

  • American Pitbull Terrier (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schlesweg-Holstein)

  • American Staffordshire Terrier(Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schlesweg-Holstein)

  • Bullmastiff (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen)

  • Bullterrier(Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schlesweg-Holstein)

  • Cane Corso(Bayern, Brandenburg)

  • Dobermann (Brandenburg)

  • Dogo Argentino (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen)

  • Dogue de Bordeaux (Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg)

  • Fila Brasileiro (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen)

  • Kangal (Hamburg, Hessen)

  • Kaukasischer Owtscharka (Hamburg, Hessen)

  • Mastiff (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen)

  • Mastin Espanol (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen)

  • Mastino Napoletano (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen)

  • Perro de Presa Canario (Bayern, Brandenburg)

  • Perro de Presa Mallorquin (Bayern, Brandenburg)

  • Rottweiler (Bayern, Brandenburg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen)

  • Staffordshire Bullterrier (Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein)

  • Tosa Inu (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen)

Quelle: Deine Tierwelt

Merkblatt Hunde allgemein.pdf
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Fütterung des neuen Familienmitgliedes

 

Auch zu diesem Thema werden wir oft befragt, daher hier ein paar Tipps.

 

Sobald Ihr Hund die erste Erkundung abgeschlossen hat, sollten Sie ihm eine leichte Mahlzeit anbieten.

Für die folgenden Tage empfehlen wir "Schonkost", um Durchfall zu vermeiden.

Gekochter Reis, mit gekochtem Hühnchen und geriebenen Möhren hat sich bewährt. In den Tagen danach können Sie das von Ihnen ausgesuchte Futter, nach und nach hinzugeben. Und bitte nicht zu oft das Futter wechseln, auch das kann zu Verdauungsproblemen führen.

 

In der Anfangszeit sollte Ihr Neuling getrennt von eventuell bereits vorhandenen Hunden gefüttert werden, damit alle entspannt ihre Mahlzeiten zu sich nehmen können.

Mein "Straßenhund" zieht ein

 

Heißen Sie Ihr neues Familienmitglied Willkommen.

Er verliert erst mal alles was er hatte……ja er hatte doch nichts- werden sie nun sagen.

RICHTIG! doch Ihr Hund weiß nicht, dass er NICHTS hatte.

 

Damit sie Ihren Hund besser verstehen, ein paar Gedanken zu dem bisherigen Leben Ihres neuen Familienmitglieds.

Dabei ist es egal ob Sie sich für einen Rüden oder eine Hündin entschieden haben, einen älteren oder jüngeren Vierbeiner- sie alle haben gemeinsam, dass sie bisher ganz auf sich allein gestellt waren.

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Jeden Morgen ist Ihr Hund aufgestanden, wann immer ihm danach war. Er hat sein Geschäft dort gemacht, wo er gerade war.

Keiner hat ihm vorgeschrieben, wo er laufen soll, wie lange oder in welchem Tempo.

Sein Essen bestand aus Abfällen, die er als erster gefunden hat oder die er gegen andere Hunde verteidigen konnte. Sauberes Wasser kennt er garnicht, oft gab es auch nichts zu trinken- den ganzen Tag. Seine Augen, Nase und Ohren waren ständig wachsam (und werden es auch weiterhin sein) damit ihm nichts entging, was ihn angreifen oder bedrohen konnte. Was für ihn fressbar oder trinkbar war oder wo er sicher schlafen konnte.

Er kennt Autos, Flugzeuge, Krach und Menschen und er ist immer auf der Hut vor ihnen. Sie haben bisher noch nichts Positives in sein Leben gebracht.

 

Seine Schlafplätze muss er sich suchen, jeden Tag war es ein anderer. Egal ob es heiß war oder geregnet hat oder auch sehr kalt war- mehr als ein kleines bisschen Schutz vor dem Wetter kannte er nicht und manchmal hatte er nicht mal das.

Ihr neuer Hausgenosse ist ein absoluter Überlebenskünstler, sein bisheriges Leben war in den allermeisten Fällen sehr lebensfeindlich.

Irgendwann war er mal unvorsichtig oder einfach zu müde und wurde eingefangen. Nicht immer sind es Tierschützer, die einen auf der Straße lebenden Hund einfangen. Oft sind es professionelle Hundefänger, die die Tiere für Geld in eine Tötungsstation bringen, damit den Touristen der Anblick von vielen streunenden Hunden erspart bleibt...

 

Und dort in der Tötung ist Ihr Vierbeiner wieder anderen Gefahren ausgesetzt gewesen: stärkere Hunde, wenig Platz, noch weniger Fressen. Wieder musste er sich behaupten, seinen Schlafensplatz erkämpfen. Wenn er ein unterwürfiger oder kleiner Hund ist, hatte er dort kaum Chancen.
Also hat er dort gelegen wo kein anderer liegen wollte, kam vielleicht immer zu spät an den Futternapf oder hat nur die Reste ergattern können. Auch hier gab es keine positiven Eindrücke für ihn.

 

Und dann hatte er das erste Mal in seinem Leben Glück- nur dass Ihr Hund das leider ja nicht gewusst hat. Er wurde in eine Box gesetzt, in ein fremdes Auto und wurde in ein Tierheim, eine Auffangstation gebracht. Dort wurde er untersucht, kastriert, geimpft... das alles ist nötig gewesen aber für ihn unverständlich.

Und zum Schluss musste er auch diesen Platz, an dem es ihm zum ersten Mal relativ gut ging, verlassen. Wieder musste er reisen, mit anderen Hunden in einem Auto. Er kennt keinen der Hunde, es riecht anders als bisher, die Sprache versteht er auch nicht.

Wieder kommen fremde Menschen auf ihn zu. Sie sind lieb, reden freundlich und leise mit ihm- aber er versteht sie nicht. Sie bringen ihn "nach Hause". Was ist das? Er war noch nie in einem Haus!

Er kennt keinen Fernseher, keine Staubsauger, keine Teppiche , weiß nicht, dass er nicht darauf machen soll. Die netten Menschen versuchen, ihm ein Halsband oder Geschirr anzulegen. Aber damit hat er schlechte Erfahrungen gemacht, beim Einfangen durch die Hundefänger.

Also sperrt er sich dagegen. Draußen an der Leine laufen ist auch so eine Sache, die er nicht gut findet. Zumindest am Anfang nicht. Das alles wird besser aber es wird dauern.

Einige Hunde schaffen die Umstellung in kurzer Zeit, andere brauchen länger. Das hängt damit zusammen, wie sie gelebt haben. Welche Erfahrungen sie gemacht haben und wieviel Vertrauen Sie ihrem neuen Familienmitglied vermitteln können.

Also - geben Sie nicht nach kurzer Zeit auf!

Lassen Sie ihrem neuen Familienmitglied Zeit. Zeit um erst mal richtig auszuschlafen.

 

Zeit um anzukommen…. Alles zu erkunden….zusammen mit Ihnen.

Nicht alles auf einmal….sondern nach und nach.

Zeit um zu lernen….was ist zu Hause und wie benimmt man sich da.

 

Zeit zu spüren, was es heißt liebevoll umsorgt zu werden…….Es ist mit Sicherheit das erste Mal

 

Auch wir Alle kommen nicht perfekt auf die Welt.

 

Auch wir Alle müssen lernen und brauchen dafür Menschen, die uns helfen.

 

Zum Teil unser ganzes Leben.

 

Das Team vom Felixhof e.V. wünscht Ihnen beiden viele tolle gemeinsame Jahre!